Schluchseelauf

Am 10. Mai war es wieder so weit – 21 laufbegeisterte Rennschnecken und „Fans“ trafen sich vor dem Anwesen Sandra und Joachim Wirth, um den Weg zum Schluchsee im Südschwarzwald anzutreten. Dort fand am 11. Mai der 30. Schluchseelauf statt – eine Runde von 18,3 km um den gleichnahmigen See in knapp 1000 m ü.d. Meeresspiegel.

Pünktlich um 09:00 Uhr ging´s in bester Stimmung  in Fahrgemeinschaften mit 6 oder 7 PKW´s auf die mehr als 300 Kilometer lange Fahrstrecke.

Das traditionelle Picknick fand diesmal auf dem Rasthof Renchtal kurz vor Offenburg statt. Der Tisch war reich gedeckt und bot fast nicht genug Platz, um die vielen Speisen in Position zu bringen: Von Fleischwurst mit Senf über Brezel, Nussecken, Tomaten-Mozzarella-Spieße bis hin zu „etwas Gesundem“ und last but not least, dem schon legendären „Rennschneckenreiseraststättenpicknick-   kranzeierlikörkuchen“ , den Anja dieses Jahr sozusagen stellvertretend für den leider verhinderten  Laufkameraden Rochus beisteuerte, blieb kein Wunsch offen.

Dermaßen gestärkt ging´s weiter ins badische Offenburg, für dessen Besichtigung wir uns ein wenig Zeit nahmen, und wo wir über das gerade stattfindende Wochenmarktfest flanierten. Dort gab es neben dem bunten Markttreiben einige prächtige Barock- und Renaissance-Gebäude zu bewundern und Straßenmusikanten sorgten für die entsprechende Stimmung.

Weiter ging´s über Freiburg, durch das wildromantische Höllental, vorbei am Hirschsprung, durch  Titisee zu unserem Ziel, dem Gästehaus Schöneck in Schluchsee, wo erst mal alle Ihre Quartiere in Besitz nahmen. Nach dem Abholen der Startunterlagen und einem Rundgang durch den Ort stimmten wir uns im Appartment Jutta und Hermann Müller auf den nächsten Tag ein. Vorräte in fester wie auch flüssiger Form waren ja dank der großzügigen Spenden der Teilnehmer reichlich vorhanden.

Sturm und strömender Regen in der Nacht ließen nichts Gutes ahnen. Doch wie so oft, wenn eben Engel  reisen, hörte der Regen rechtzeitig vor dem Start auf und sogar die Sonne schickte sich an, die Wolken zu durchbrechen. Um 10:10 bzw. 10:50 Uhr fiel der Startschuss auch für 17 Rennschnecken, die mit den ca. 3200 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern  des Hauptlaufs  in verschiedenen Blöcken starteten. Der Kurs hatte es durchaus in sich. Vor allem für diejenigen, die sich auf eine fast ebene Strecke rund um einen See eingestellt hatten, wurde er einmal mehr zu einer Bewährungs-  probe.  Ein Anstieg von fast 3 Kilometern, wenn auch nur 60 Höhenmeter, raubte diese Illusion. Auch ein Regen-/ Hagelschauer musste überstanden werden , und im letzten Drittel zehrten kurze unerwartete Anstiege an den Kräften. Trotz der Widrigkeiten erreichten in Zeiten zwischen 1:26 und 2:14 alle Rennschnecken wohlbehalten und glücklich, zumeist in Zweier- und Dreier-Grüppchen, das Ziel.  Nachdem sich alle im Quartier eingefunden und nach kurzer Regeneration fein gemacht hatten, ging es zu Kaffee und Kuchen in den Ort und anschließend zu einem leckeren Abendessen zum Gasthof Hirsch.  Draußen mittlerweile wieder wasserfallartiger Regen, was aber keinen mehr stören konnte.

Bei der obligatorischen Rennschneckenparty im Quartier ging´s dann in ausgelassener Stimmung den  restlichen Vorräten an den Kragen. Auch diese Mission konnte erfolgreich beendet werden.

Am nächsten und letzten Tag fand das Programm wie vorgesehen seine Fortsetzung und seinen Abschluss. Über den leicht verschneiten Feldbergpass ging´s mit dem Sessellift zum Hasenhorn und Gisiboden, wo wir bei Kaffee und Kuchen und anderen Köstlichkeiten  den Hüttenwirt unterhielten. Der Aussichtsturm ließ leider wegen des Wetters den versprochenen Alpenblick nicht zu. Doch einmal, nur ganz kurz, zogen sich die Nebelschwaden wie ein Vorhang zurück und gaben den Blick auf die wunderbare Bergwelt des Südschwarzwaldes frei.  Anschließend benutzten die meisten die fast drei Kilometer lange Sommerrodelbahn für die Talfahrt. Der/die eine oder andere zog es vor, vielleicht wegen der Nachwirkungen des Vortags, die Sesselbahn zu nutzen, wo der Regenschirm (erneut) zum Einsatz kam, zumindest bei den Glücklichen, die über ein solches Ausrüstungsstück verfügten.

Anschließend traten die noch Verbliebenen die Heimreise an,  in dem guten Gefühl, dass es wieder einmal ein tolles Erlebnis war, das die Truppe noch mehr zusammengeschweißt hat  und dass es sich auch im nächsten  Jahr wieder lohnen dürfte, dabei zu sein. Auf Wiedersehen am Rennsteig!